Leserbrief vom 30.03.2017

 

Sinn und Zweck der Off-Road-Strecke

 
Was Herr Richter nun als Sinn und Zweck der Off-Road-Strecke offenbart, lässt nichts Gutes ahnen: Hieß es ursprünglich, man sei im Gespräch mit namhaften Automobilfirmen, die mit langsam fahrenden Fahrzeugen Komponenten testen wollen, wodurch keine bedeutende Lärmentwicklung zu befürchten sei, scheint von diesen Plänen, falls sie nicht sowieso nur zur Ablenkung dienten und die Bürger beruhigen sollten, nichts übrig geblieben zu sein.

Klar ist nun, hier soll Fahrzeughändlern eine Fläche geboten werden, um öffentliche Veranstaltungen durchzuführen. Solche Veranstaltungen sind naturgemäß mit erheblichem Motorenlärm, hoher Abgasintensität, starken Belastungen durch An- und Abreiseverkehr, laute Entertainmentprogramme u .s. w. verbunden. Entstehen soll eine „Fun-Meile“ für Geländefahrzeuge und Moto-Cross-Räder. Es ist übrigens erstaunlich, dass Herr Richter die Anfragen dreier Unternehmen als Beleg dafür verstanden wissen will, dass er mehr als Absichtserklärungen vorzuweisen habe.

Erstaunlich ist auch sein verärgerter Hinweis darauf, dass er der Stadt Nierstein bereits eine sechsstellige Summe bezahlt und noch keinen Ertrag erwirtschaftet habe. Investitionen bergen Risiken, insbesondere dann, wenn es um solche komplexen Projekte wie den RSP handelt, ein Recht auf schnellen Gewinn hat Herr Richter allerdings nicht, und vielleicht wird er, ob er will oder nicht, nachdem das OVG über das Normenkontrollverfahren entschieden hat, nachgeben müssen.

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