Leserbrief vom 15.03.2018

 
Inzwischen sollte jedem klar geworden sein, dass Herrn Richter alles versucht, im Rhein-Selz-Park, die Offroad- bzw. Motocross-Strecke zu realisieren. Demokratisch gewählte Gremien, die über die Erteilung des Baurechts zu entscheiden haben, stören dabei nur. Wenn möglich, sollen Fakten geschaffen werden, bevor es zu Abstimmungen kommt, und die tatsächliche Nutzung soll erst dann bekannt gegeben werden, wenn diese Fakten geschaffen sind. Herrn Richter liegt offenkundig nichts an Transparenz, die Belange der Bürger und Bürgerinnen sind ihm gleichgültig, es geht ihm um nichts anderes als die Durchsetzung seines Willens und die Wahrung seiner wirtschaftlichen Interessen. Intransparenz, Verschleierung und Taktieren zählen zu den Mitteln, die dafür eingesetzt werden. Die angeblich notwendige Geheimhaltung darf getrost als Augenwischerei verstanden werden, das Angebot an die SPD, „offene Fragen“ in einem persönlichen Gespräch zu klären, zeugt nicht von Dialogbereitschaft, sondern eher von Herablassung und Respektlosigkeit. Und Herr Günther beschwichtigt. Es handele sich ja lediglich um eine „Voranfrage“. Wieso ist er, der sonst eigene Standpunkte sehr lautstark vertritt und keine Konfrontation scheut, so zurückhaltend? Ist das Verhalten des Investors nicht auch ein Affront gegen ihn? Vertritt der Stadtbürgermeister so die Interessen Niersteins?

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