Leserbrief vom 28.06.2016

 

Parteizwang?

 

Mit großer Wahrscheinlichkeit hat Herr Jung Recht, wenn er sagt, die Mehrheit des Stadtrates würde sich ohne „Parteizwang“ gegen die Planung des Rhein-Selz-Parks in der heutigen Form entscheiden. Herr Günther sieht dies vermutlich ebenso, und er wird auch wissen, dass die überwältigende Mehrheit der Schwabsburger, Dexheimer, Mommenheimer, Köngernheimer und ein großer Teil der Niersteiner Bevölkerung die Nutzung eines Teils des Geländes als Motocross-Strecke ablehnt.

Warum will Herr Günther dennoch ein positives Abstimmungsergebnis „durchpeitschen“, obwohl auch der wirtschaftliche Nutzen des Projektes höchst fragwürdig ist und die Planungen nicht transparent sind? Warum riskiert ein Bürgermeister, der fünfmal gewählt wurde, dass auf seine gesamte politische Laufbahn, in der er viel Gutes für Nierstein und die Region geleistet hat, ein sehr dunkler Schatten fällt, sein Name dauerhaft mit einer weitreichenden politischen Fehlentscheidung verbunden bleibt und Jahrzehnte politischer Arbeit nicht von Dank, Anerkennung und Achtung gekrönt werden?

Herr Günther, vielleicht haben Sie sich in eine Idee verrannt und finden keinen Ausweg? Dann zeigen Sie Größe und lassen jedes Mitglied des Stadtrates eine unbeeinflusste Gewissensentscheidung treffen. Machen Sie den Weg für ein gemeinverträgliches Projekt frei, statt sehenden Auges jahrelange juristische Auseinandersetzungen und noch viel mehr Streit zu riskieren.

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