Leserbrief zum Artikel „Kreisverkehr ohne Ausfahrt“ vom 16.06.2016

 

Verhärtete Fronten

 

Es erschüttert, mit welcher Selbstgefälligkeit Lokalpolitiker berechtigte Sorgen ihrer Wähler/innen an sich abprallen lassen, und auf welche Art und Weise Herr Günther, der sich als Bewahrer der repräsentativen Demokratie darstellt, öffentlich mit Fragen und Kritik umgeht.

Tritt Herr Günther im Stadtrat auch so brachial auf, vergreift er sich im Ton genauso, wie er es am Dienstag getan hat? Wurden die Stadträte ebenso häppchenweise mit Informationen versorgt wie die Bevölkerung? Gab es ergebnisoffene Diskussionen, und wie geht er mit kritischen Stimmen um?

Wieso muss der Stadtrat in der Ferienzeit abstimmen, obwohl bekannt ist, dass sich Mitglieder der SPD-Fraktion dann im Urlaub befinden? Wer soll an den Willen zu „größtmöglicher Transparenz“ glauben, wenn die Firmengruppe des Investors an Intransparenz kaum zu überbieten ist?

Herr Penzer spricht von Motor-Test-, Herr Günther von Motoren-Entwicklungs-Firmen und Herr Richter davon, die Strecke werde zu 80% dem Test von Fahrwerkskomponenten dienen. Was stimmt? Erstaunlich, dass Herr Günther den Unterschied zwischen einer Off-Road- und einer Moto-Cross-Strecke nicht kannte. Ist Nicht-Wissen eine gute Basis für Abstimmungen? Schafft der Bürgermeister von Riesling City Vertrauen, wenn er den Einwänden des Winzer- und Bauernverbandes gleichgültig gegenüber steht und mehrfach die falsche Behauptung aufstellt, das zweite Schallgutachten habe 10.000,00 € gekostet?

Es ist dieser Politikstil, der der AfD Wählerstimmen bringt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Joachim Allmann

 

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