Nierstein, am 07.06.2017

Stadtbürgermeister Thomas Günther (CDU) plant gegenüber dem Rewe Markt ein neues Gewerbegebiet, in dem unter anderem ein Fachmarktzentrum, Tiernahrungsshop und Fastfoodladen angesiedelt werden sollen (die AZ berichtete).

„Die Niersteiner Stadträte mussten aus der Presse erfahren, dass Günther ein neues Gewerbegebiet plant, ein Unding,“ schimpft NEU-Fraktionsvorsitzender Thomas Gehring und fragt: „Was für ein Demokratieverständnis hat der Bürgermeister eigentlich? Solche Vorhaben müssen zuerst in den Gremien diskutiert werden. Herr Günther hatte kein Mandat, mit Grundstückseigentümern, Planern und Investoren zu verhandeln. Dies hätte ihm nur der Stadtrat erteilen können, dies ist bisher nicht geschehen.“

Die Wählergruppe bemängelt auch, dass am 12. Juni zunächst in einer vorgezogenen Bauausschusssitzung und anschließend im Haupt- und Finanzausschuss ein Grundsatzbeschluss zur Entwicklung dieses Gewerbegebieteserfolgen soll.

„Es müssten zuerst einmal Für und Wider neuer Gewerbeansiedelungen und die damit einhergehende weitere Bodenversiegelung diskutiert werden. Hierzu müssten den Stadträten vorab alle Informationen zugänglich gemacht werden, damit die gewählten Volksvertreter mit Bedacht und Sorgfalt die für Nierstein beste Entscheidung treffen können. Stattdessen wird wieder einmal mit heißer Nadel ein Beschluss durch die Gremien gepeitscht, als wären die Räte nur Stimmvieh,“ meint NEU-Stadtrat Felix Eitel.

Die Wählergruppe befürchtet, dass der schon jetzt optisch sehr belastete westliche Ortseingang an der B420 noch unattraktiver wird und daher eher zum Durchreisen als zum Verweilen anregt.
„Ein ausuferndes Gewerbegebiet mit Fastfoodladen passt überhaupt nicht zu einer beschaulichen Gemeinde, zumal diese seit Jahren auf sanften Tourismus setzt,“ stellen Eitel und Gehring abschließend fest.

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